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Rallye-WM 2022
8 von 13 Läufen
Rallye Finnland
4. - 7. August.2022
Länge: 1.414,77 km
22 WP = 323,38 km
Alle Angaben in MESZ
In FIN = 1 Stunde früher
Rallye-WM
Finnland
04. - 07.08.2022
nach WP 22/Ende
1. Tänak 2:24.04,6
2. Rovanperä 6,8
3. Lappi 1.20,7
4. Evans 1.37,6
5. Neuville 2.18,0
6. Katsuta 3.09,0
7. Greensmith 3.57,0
8. Suninen 9.31,3
9. Lindholm  

9.39,0

10. Huttunen 10.31,6
Bestzeiten:

WP 1: Neuville (1)
WP 2: Tänak (1)
WP 3: Lappi (1)
WP 4: Tänak (2)
WP 5: abgesagt
WP 6: Katsuta (1)
WP 7: Tänak (3)
WP 8: Lappi (2)
WP 9: Lappi (3)
WP 10: Lappi (4)
WP 11: Evans (1)
WP 12: Rovanperä (1)
WP 13: Rovanperä (2)
WP 14: Tänak (4)
WP 15: Rovanperä (3)
WP 16: Rovanperä (4)
WP 17: Tänak (5)/
Rovanperä (5)
WP 18: Rovanperä (6)
WP 19: Tänak (6)
WP 20: Tänak (7)/
Rovanperä (7)
WP 21: Rovanperä (8)
WP 22 (PS): Rovanperä (10)

Führungen:
WP 1:Neuville
WP 2-22: Tänak
Wichtige Ausfälle
WP 12:
Breen traf Felsen - OUT
WP 2:
Solberg nach Rolle

Info:
WP 21: Lappi Rolle, aber weiter Dritter
WP 12:
Breen traf Felsen - OUT
WP 5 aus Sicherheitsgründen abgesagt
WP 3: Fourmaux - Lenkung beschädigt
WP 2: Solberg nach Rolle OUT

Links zur Rallye
Speedweek
Rallye-News
07. August 2022:
 

Finnland: Tänak verhindert Siegesparty von Toyota

Sieger Martin Järveoja und Ott Tänak

Ott Tänak hat im Hyundai beim achten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in Finnland die erhoffte Siegesparty von Toyota beim Heimspiel vermasselt, seinen zweiten Saisonsieg und seinen vierten Suomi-Triumph erzielt.

Es hätte ein komplettes Toyota-Podium beim Heimspiel des Toyota Gazoo Racing Teams mit Kalle Rovanperä, Esapekka Lappi und Elfyn Evans werden können. Es blieb aber nach 22 Prüfungen des finnischen Schotter-Grand Prix beim Konjunktiv. Dafür sorgte ein prächtig aufgelegter und mit dem Messer zwischen den Zähnen kämpfender Ott Tänak vom Ostseenachbarn Estland mit seinem Hyundai i20 N Rally1. Seit 2017 steuerte der Sieger der Rallye Finnland einen Toyota. Doch diesmal saß der Triumphator Ott Tänak beim finnischen Mächtigkeitsspringen im Hyundai i20 N Rally1.

Er fuhr in Jyväskylä nicht nur nach Italien seinen zweiten Saisonerfolg und 16. Gesamtsieg ein, es war auch sein dritter Volltreffer bei der Rallye Finnland nach 2018 und 2019, sinnigerweise allerdings im Toyota. Eigentlich war es in der Statistik sein vierter Triumph auf finnischem Boden, zählt man die Rallye Arctic im Februar 2021 hinzu. Mit dem letztlich knappen Vorsprung von 6,8 Sekunden hielt Tänak, der auf der zweiten Prüfung das Zepter übernahm, den fünffachen Saisonsieger und Tabellenführer Rovanperä auf Distanz.

Logischerweise jubelte Tänak über diesen Erfolg und baute eine Liebeserklärung ein: «Die Toyota -Jungs haben mir am Freitag zu Beginn Hoffnung gegeben und seitdem haben wir unsere Chance gesehen. Wir haben von dort an gepusht, aber alles, was ich in diesen schwierigen Zeiten sagen möchte, ist, dass ich wirklich alles meiner Frau zu verdanken habe. Sie unterstütze mich so sehr und ich bin wirklich stolz auf sie - ich liebe dich so sehr.»

Rovanperä hätte natürlich seine diesjährige Erfolgsstory nur zu gerne mit dem für einen Finnen so wichtigen Heimsieg gekrönt: «Natürlich war es ein schönes Wochenende. Ich hätte natürlich zu Hause gewinnen wollen, aber wenn man sich die Situation ansieht, muss man auch bedenken, dass wir am Freitag das erste Auto auf den Schotterstraßen waren. Wir haben uns zurückgekämpft und sind immer noch ziemlich nahe herangekommen. Ich denke, wir können stolz auf das sein, was wir getan haben.»

Das Duell der Giganten

Die 71. Auflage lebte von dem Duell Tänak vs. Rovanperä. Neunmal setzte Rovanperä die Bestmarke, sieben Mal Tänak, und zwei Bestzeiten teilten sie sich. Das zeigt, wie hart die Beiden vorne gefightet haben. Rovanperä baute damit und weiteren Sieg auf der Power Stage seine souveräne Gesamtführung auf inzwischen 198 Punkte aus und hat auf den neuen WM-Zweiten Tänak nun 94 Zähler Vorsprung, das sind mehr als die maximalen Punkte von drei Rallyes. Theoretisch könnte er sich schon mit einer entsprechenden Punkteausbeute beim nächsten Lauf in zwei Wochen im belgischen Ypern den Titel vorzeitig sichern. Bei den Herstellern ist weiter der Titelverteidiger Toyota mit nun 339 Punkten 88 Zähler vor Hyundai vorne.

Lappi sorgte im Toyota-Lager für einen kurzen Schockmoment, als er sich auf der vorletzten Prüfung mit seinem Yaris rollte und zum Glück wieder auf allen vier Rädern landete. Er verlor zwar dadurch 20 Sekunden, konnte aber seinen dritten Rang (+ 1:20,7) vor Evans (1:37,6) verteidigen. Ohne Windschutzscheibe und mit einer Skibrille startete er in die Power Stage.

Lappi war froh im Ziel zu sein: «Wow. Das ist schön! Es gab auf der vorletzten Prüfung eine Rille, die wir getroffen haben. Wir haben uns sofort überschlagen, dreimal. Ich weiß nicht, was ich sagen soll, es tut mir für das Team leid. Ich bin froh, im Ziel zu sein.» Lappi ist bislang mit seinem Sieg 2017 im Toyota der letzte Finne, der sein Heimspiel gewonnen hat.

Mehr als Platz fünf (+ 2.18,0) konnte Thierry Neuville im zweiten Hyundai diesmal nicht erreichen, weil auch er beim Auto Nachholbedarf sieht. Mit einem Rückstand von 3:09,0 Minuten beendete der in Jyväskylä lebende Japaner Takamoto Katsuta im Toyota GR Yaris Rally1 sein Heimspiel. Er schaffte mit 69 Metern den weitesten Sprung im Ziel der letzten Prüfung.

Das Leiden von M-Sport Ford

Das Leiden von M-Sport Ford setzte sich auch in Finnland fort. Gus Greensmith erreichte im besten Ford Puma Rally1 den siebten Platz (+ 3:57,0). Gastfahrer Jari Huttunen belegte bei seiner Jungfernfahrt im Ford Puma Rally1 nach seinem Pech am Samstag den zehnten Rang (+ 10:31,6). Großer Pechvogel bei M-Sport war diesmal Pierre-Louis Loubet. Als Gesamtachter blieb er einen Kilometer vor der letzten Prüfung liegen. Der Fünfplatzierte Craig Breen riss auf der zwöften Prüfung an einem Felsen das rechte Hinterrad ab. Nach dem Re-Start wurde er auf dem 33. Platz (+ 1:10:55,9) gewertet. Adrien Fourmaux wurde nach seinem Schaden am Samstag auf dem 19. Gesamtplatz (+ 22:57,9) geführt.

Hyundai durfte auch in der WRC2 einen Sieg mit Teemu Suninen feiern. Als Gesamtachter (+ 9:31,3) lag er im i20 N Rally2 7,7 Sekunden vor Emil Lindholm (Skoda Fabia Rally2) und 2:00,8 Minuten vor Egon Kaur (VW Polo GTi R5).

 

Endstand nach 22 Prüfungen

 

Pos.

Team/Nat/Fahrzeug

Zeit/Diff.

1

Tänak/Järveoja (EE), Hyundai

2:24:04,6

2

Rovanperä/Halttunen (FIN), Toyota

+ 6,8

3

Lappi/Ferm (FIN), Toyota

+ 1:20,7

4

Evans/Martin (GB), Toyota

+ 1:37,6

5

Neuville/Wydaeghe (B), Hyundai

+ 2:18,0

6

Katsuta/Johnston (J/IRL), Toyota

+ 3:09,0

7

Greensmith/Andersson (GB/S), Ford

+ 3:37,0

8

Suninen/Markkula (FIN), Hyundai

+ 9:31,3

9

Lindholm/Hämäläinen (FIN), Skoda

+ 9:35,6

10

Huttunen/Lukka (FIN), Ford

+ 10:31,6

 

Fahrer-WM Stand nach 8 von 13 Läufen

 

Pos.

Team/Nat/Fahrzeug

Punkte

1

Kalle Rovanperä (FIN), Toyota

198

2

Ott Tänak (EE), Hyundai

104

3

Thierry Neuville (B), Hyundai

103

4

Elfyn Evans (GB), Toyota

94

5

Takamoto Katsuta (J), Toyota

81

6

Craig Breen (GB), Ford

64

7

Esapekka Lappi (FIN), Toyota

42

8

Sébastien Loeb (F), Ford

35

9

Sébastien Ogier (F), Toyota

34

10

Dani Sordo (E), Hyundai

34

11

Gus Greensmith (GB), Ford

34

 

Hersteller-WM Stand nach 8 von 13 Läufen

 

Pos.

Team/Nat/Fahrzeug

Punkte

1

Toyota Gazoo Racing WRT

339

2

Hyundai Shell Mobis WRT

251

3

M-Sport Ford WRT

174

4

Toyota Gazoo Racing WRT NG

89

 

 


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