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Rallye-WM 2020
4. von 7 Läufen
Rallye Estland
04. - 06. September 2020
Länge: 871,89 km
17 WP = 232,64 km
Alle Angaben in MESZ
In EE = 1 Stunde früher

Rallye-WM
Estland
04. - 06.09 2020

nach WP 17 / Ende

1. Tänak 1:59.53,6

2. Breen 22,2
3. Ogier 26,9

4. Evans

41,9
5. Rovanperä 1.18,7
6. Suninen 2.39,6
7. Lappi 2.52,0
8. Greensmith 4.53,8
9. Solberg 7.38,6
10. Östberg 8.17,3
Bestzeiten:

WP 1: Lappi (1)/
Ogier (1)
WP 2: Rovanperä (1)
WP 3: Tänak (1)
WP 4: Tänak (2)
WP 5: Ogier (2)
WP 6: Neuville (1)
WP 7: Ogier (3)
WP 8: Tänak (3)
WP 9: Breen (1)
WP 10: Breen (2)
WP 11: Rovanperä (2)
WP 12: Evans (1)
WP 13: Rovanperä (3)
WP 14: Ogier (4)
WP 15: Ogier (5)
WP 16: Rovanperä (4))
WP 17: Rovanperä (5)

Führungen:
WP 1: Lappi/Ogier
WP 2: Rovanperä
WP 3-17: Tänak
Wichtige Ausfälle

WP 13: Kasuta - Rolle - OUT, Loubet - Lenkung OUT,
WP 7:
Neuville - Abflug

Links zur Rallye
Speedweek
Rallye-News
 


06. September 2020

 

Estland: Tänak wahrt mit erstem Heimsieg Titelchance

Ott Tänak

Es kam wie es musste: Champion Ott Tänak gewinnt in Estland sein erstes Heimspiel in der Rallye-Weltmeisterschaft und meldet sich im Titelkampf zurück, Teamkollege Craig Breen auf P2 mit bester Leistung.

Der Neustart der wegen der Corona-Pandemie ausgesetzten Weltmeister-schaft ist dank eines enormen Aufwandes des estnischen Veranstalters geglückt. «Der Veranstalter hat in dieser schweren Zeit eine bewundernswerte Arbeit geleistet», lobte der Finne Esapekka Lappi. Wenn auch in Absprache mit den estnischen Behörden nur 16.000 Zuschauer, die sich in den ihnen zugewiesenen Bereichen aufhalten mussten, während der Rallye erlaubt waren, in den Service-Park in Tartu durften sie nicht.

Der Sieg beim ersten Heimspiel in der Rallye-Weltmeisterschaft war für den Titelverteidiger Ott Tänak ein ganz klares «Muss», das er letztlich auch souverän erledigte. Tänak, der zur Einstimmung und Vorbereitung auf die heimische WM-Premiere zuvor zwei Rallyes in Estland gewonnen hatte, kontrollierte ab der dritten Prüfung den vierten Saisonlauf. Nach den 17 Schotterprüfungen (= 232,64 km) kam er im Hyundai i20 WRC 22,2 Sekunden vor seinem irischen Teamkollegen Craig Breen ins Ziel in Tartu, der zweitgrößten Stadt Eslands. Tänak stieg mit 66 Punkten zum dritten Tabellenplatz auf und meldete sich im Titelkampf zurück.

Hyundai feierte seinen ersten Doppelsieg in diesem Jahr. Der mögliche Dreifach-Triumph scheiterte am Samstag auf der siebten Entscheidung, als der bis dahin auf Rang drei liegende Vizechampion Thierry Neuville wegen des beschädigten rechten Hinterrades passen musste. Neuville patzte auch auf der Power Stage und blieb in Estland ohne Punkte.

«Ich muss zuerst Luft holen, um das zu fassen», freute sich Tänak, der im Vorjahr im Toyota Yaris WRC die Rallye Estonia ohne WM-Prädikat gewonnen hatte. «Es ist mein erster Sieg mit Hyundai, es ist mein erster Heimspiel. Ich fühle einfach großartig.»

«Einfach unglaublich. Wir gingen es hier ohne Druck an und kamen so toll durch. Danke für diese Chance. Ich fühle mich wie am Anfang meiner Karriere», jubelte Breen über seine bisherige Bestleistung.

Ogier und Toyota bleiben vorne

Sébastien Ogier führte mit dem letzten Podiumsplatz, 4,7 Sekunden hinter Breen, das Toyota-Trio vor Elfyn Evans (+ 41,9) und Kalle Rovanperä (+ 1:18,7) an. Damit wahrte Ogier als weiterer Tabellenführer mit 79 Punkten und neun Zählern vor Evans und 13 Punkte vor Tänak seine Chance auf seinen siebten WM-Titel.

«Das war ein wirklich harte Rallye, es war nicht leicht, aber wir holten wichtige Punkte für die Meisterschaft», meinte Ogier.

Toyota verteidigte trotz des Doppelschlages des Titelverteidigers Hyundai mit 137 Punkten und nur fünf Zähler vor Hyundai seine Herstellerführung.

M-Sport kam mit seinen drei Ford Fiesta WRC eher die Rolle eines Underdogs zu. Teemu Suninen (+ 2:39,6) erreichte vor Esapekka Lappi (+ 2:52,9), der auf der nur 1,28 km kurzen Auftaktprüfung seine einzige Bestzeit holte, und Guy Greensmith (+ 4:53,8) den sechsten Endrang.

Der erst 18 Jahre alte Oliver Solberg, Sohn vom Champion Petter Solberg, rangierte im besten RC2-Fahrzeug mit seinem VW Polo GTI auf dem neunten Platz (+ 7:38,6), auf dem er auch die WRC3-Kategorie 59,0 Sekunden vor dem Finnen Jari Huttunen (Hyundai i20) gewann. «Das ist ein fantastisches Ergebnis», freute sich der Lettland-Sieger Solberg. Den Sieg in der Hersteller unterstützen WRC2 sicherte sich der Tabellenführer Mads Östberg im Citroën C3 1:28,4 Minuten vor Adrien Fourmaux (Ford Fiesta) und 2:50,1 Minuten vor Pontus Tidemand (Skoda Fabia).

Rallye Estland – Endstand nach 17 Prüfungen:

Pos

Team/Auto

Zeit/Diff

1

Tänak/Järveoja (EE), Hyundai

1:59:53,6

2

Breen/Nagle (IRL), Hyundai

+ 22,2

3

Ogier/Ingrassia /F), Toyota

+ 26,9

4

Evans/Martin (GB), Toyota

+ 41,9

5

Rovanperä/Halttunen (FIN), Toyota

+ 1:18,7

6

Suninen/Lehtinen (FIN), Ford

+ 2:39,6

7

Lappi/Ferm (FIN), Ford

+ 2:52,0

8

Greensmith/Edmondson (GB), Ford

+ 4:53,8

9

O. Solberg/Johnston (S), VW R5

+ 7:38,6

10

Östberg/Eriksen (N), Citroën R5

+ 8:17,3

WM-Fahrerwertung – Stand nach 4 von 7 Läufen:

Platz

Fahrer, Nation, Auto

Punkte

1.

Ogier/Ingrassia (F), Toyota

79

2.

Evans/Barritt (GB), Toyota

70

3.

Tänak/Järveoja (EE), Hyundai

66

4.

Rovanperä/Halttunen (FIN), Toyota

55

5.

Neuville/Gilsoul (B), Hyundai

42

6.

Suninen/Lehtinen (FIN), Ford

34

6.

Lappi/Ferm (FIN), Ford

32

8.

Breen/Nagle (IRL) Huyndai

25

9.

Katsuta/Barritt (J/GB), Toyota

8

9.

Loeb/Elena (F/MC), Hyundai

8

9.

Tidemand/Barth (S), Skoda R5

8

WM-Herstellerwertung – Stand nach 4 von 7 Läufen:

Platz

Hersteller, Auto

Punkte

1.

Toyota Gazoo Racing WRT/Yaris WRC

137

2.

Hyundai Shell Mobis WRT/i20 WRC

132

3.

M-Sport Ford WRT/ Ford Fiesta WRC

83

 

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