Top-Angebote von QUELLE
Motorsport
   
FIA-GT
Touringcar-EM
Rallye-EM
Formel 3
V8-Star
National
Rallye
2005
2004
2003
Sonstiger
News
     
     
Autowelt
  Neue Autos  
  Tests/Tuning  
  Autozubehör  
  Auto-News  
  IAA 2003  
Verschiedenes
  Kleinanzeigen  
  Leserforum  
  Links  
Werbung
  Partner  
  Info-Werbung  
  Coubique Info  
Impressum
  Impressum  
  Kontakt  
  Mail  
ADAC Rallye Junior Cup 2004:
8. Lauf - Finale
22. - 23.10.2004 - ADAC-3-Städte-Rallye
Aaron Burkart gewinnt Junior Cup
Cupendstand 2004 nach 8 Läufen
1
Burkart
130
2
Kuhnert
124
3
Schädler
119
4
Auer
106
5
Keil
98
6
Hachenberg
61
7
Prillwitz
61
8
Hölzhammer
60
9
Stockmar
53
10
Suhr
46
Rallye-News
Rückblick 2003
Statistik 2003
WM-Statistik
Rallye Deutschl.
Formel 1-News
DTM-News
Formel 3-News
Weitere News
Touring-News

Erst im Ziel der letzten Wertungsprüfung der ADAC-3-Städte-Rallye (22.-23.10.) fiel die Entscheidung: DMSB-Junior Aaron Burkart gewinnt den ADAC Rallye Junior Cup 2004. Zusammen mit Co-Pilotin Doreen Zemanik belegte er im Peugeot 106 Rallye auf den Asphaltprüfungen beim Finale in Ostbayern den zweiten Platz. Was viel wichtiger war, er lag damit um 8,4 Sekunden vor Mathias Kuhnert/Jens Söbke im Citroën Saxo VTS und verwies diese auf Platz zwei der Gesamtwertung. Den Sieg beim spannenden Finallauf sicherten sich Sven Schädler/Andreas Schwalié im VW Polo mit gerade mal 1,9 Sekunden Vorsprung.

Der Finallauf war ein Spiegelbild der gesamten Saison: Immer wieder über-zeugten die ADAC Youngster in der härtesten Rallyeschule Deutschlands mit brillanten Leistungen. Die Cup-Betreuer Harald Demuth und Helmut Entreß fassten zusammen: „Das war bislang die spannendste Saison im ADAC Rallye Junior Cup. Es gab eine extreme Leistungsdichte auf einem sehr hohen Niveau.“

Fünf verschiedene Piloten teilten sich die Siege bei den acht Saisonläufen auf und zum Schluss entschieden Sekunden über den Cup-Sieg. In Ost-bayern übernahm Lokalmatador Florian Auer (21, Freilassing) vom Start weg die Spitze, musste sie aber schon in der zweiten Prüfung an Cup-Leader Aaron Burkart abgeben. Auer konterte und lag wieder vorn, als ab der vierten von acht Wertungsprüfungen Sven Schädler (22, St. Martin) das Kommando übernahm. Auer verlor durch einen Ausritt den Anschluss, die neue Reihen-folge lautete Schädler vor Burkart und Kuhnert. Mit einer Serie von Best-zeiten schob sich Matthias Kuhnert (24, Lahstedt) heran, denn nur wenn er sich an Burkart vorbeischieben könnte hätte er den Cup gewonnen.

Auf der letzten Prüfung, einem 30 Kilometer langen Rundkurs, fiel dann die Entscheidung. Kuhnert legte eine Fabelzeit vor, aber Burkart war nur um den Wimpernschlag von 0,2 Sekunden langsamer. Schädler verteidigte seinen ersten Laufsieg und Burkart sicherte sich mit Platz zwei den Sieg im ADAC Rallye Junior Cup 2004. „Als wir im Ziel der letzten Prüfung ankamen und Mathias realisierte, dass es nicht gereicht hatte kam er sofort zu mir und gratulierte: ein ganz großer Mensch,“ berichtete Aaron Burkart seine ersten Eindrücke. „Ich bin anschließend vor Freude im Viereck gesprungen,“ jubelte Burkart. Andere vermuteten, er hätte Sprungfedern in den Schuhen gehabt, denn sonst könne man solche Sätze nicht aufführen. „Aber so richtig realisiert habe ich das immer noch nicht,“ erklärte der 22-jährige Student des Wirtschaftsingenieurs-Wesens aus Berlin, „Natürlich lag mein Hauptaugen-merk darauf, vor Mathias zu bleiben, aber dass Tempo wurde so hoch, da blieb keine Zeit zum taktieren.“

Eine haarige Situation musste er zudem überstehen, „in einem Rundkurs sind wir auf einen BMW aufgelaufen, der keinen Platz zum Überholen machte. An einer Kurve bremste er wesentlich früher als ich bremsen wollte, so rutschte ich ihm ins Heck. Zum Glück ist dabei nichts kaputt gegangen.“ Für die kommende Saison plant Burkart nun mit einem Fahrzeug der Super-1600-Klasse an der DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) teilzunehmen. Das Preisgeld des ADAC von 25.000 Euro ist bei den Budget-Planungen sicherlich sehr willkommen.

Obwohl es letztlich nur der Vize-Titel wurde, war Mathias Kuhnert zufrieden, „das ist viel mehr, als wir vor der Saison gehofft hatten. Und mit zwei Aus-fällen aber auch drei Laufsiegen noch Zweiter zu werden ist doch auch ok.“ Für die Prüfungen am Vormittag passte das Fahrwerk am Saxo nicht optimal, dort ging letztlich die Rallye verloren. „Als ich dann anschließend noch einmal richtig puschte hielt Aaron aber auch immer dagegen.“

Richtig glücklich war Sven Schädler auf der Zielrampe im Haslinger Hof bei Kirchham, „endlich hat es mal geklappt. Bislang haben eigene Fehler zum Saisonbeginn und später technische Probleme den schon mehrfach möglichen ersten Laufsieg verhindert. Ein toller Abschluss dieser Saison.“ Neben dem dritten Gesamtrang hat der Pfälzer auch den Rookie-Titel für den besten Neueinsteiger der Saison 2004 gewonnen.

Die Entscheidung in der Herbstmeisterschaft für den punktbesten Piloten der letzten drei Saisonläufe war ebenfalls sehr knapp. Die Reihenfolge entspricht aber genau der Saison-Wertung: Burkart vor Kuhnert und Schädler.

Resultate: ADAC 3-Städte-Rallye (22.- 23. 10.2004)
1. Sven Schädler/Andreas Schwalié (St. Martin/Dernbach),
VW Polo GTI 1:18:03,3 Stunden
2. Aaron Burkart/Doreen Zemanik (Berlin/Rodau),
Peugeot 106 Rallye 1:18:05,2
3. Mathias Kuhnert/Jens Söbke (Lahstedt/Warstein),
Citroën Saxo VTS 1:18:13,6
4. Matthias Prillwitz/Beatrice Bränzel (Berlin/Spremberg),
VW Polo GTI 1:19:26,9
5. Florian Auer/Markus Peter (Freilassing/Bad Abbach),
VW Polo GTI 1:19:33,6
6. Konstantin Keil/Nancy-Itala Lobos (Niestetal/Rott a. Inn),
VW Polo GTI 1:19:40,5
7. Rudi Hachenberg/Kathi Wüstenhagen (Wermelskirchen/Klausdorf),
VW Polo GTI 1:20:15,5
8. Seppi Stigler/Walter Pfaffenhuemer (A-Steyr),
VW Polo GTI 1:22:37,7
9. Matthias Beckwermert/Ralph Edelmann (Münster/Mühldorf),
VW Polo GTI 1:23:33,3
10. Andreas Schrinner/Jens Lembke (Pohl/Dachsenhausen),
VW Polo GTI 1:25:23,6

Den spannenden Vergleich beim siebten von acht Läufen zum ADAC Rallye Junior Cup 2004 bei der ADAC Neustadt-Rallye (Schleswig-Holstein) gewann der 24-jährige Mathias Kuhnert im Citroën Saxo VTS vor den beiden 21-jährigen Florian Auer im VW Polo und Tabellenleader Aaron Burkart im Peugeot 106 Rallye. Mit seinem dritten Saisonerfolg schob sich Kuhnert vor dem Finale bis auf drei Punkte an Burkart heran . Aber auch Sven Schädler, Flo Auer und Konstantin Keil haben noch Chancen auf den Cup-Sieg.

Obwohl Burkart viel von seinem Vorsprung eingebüßt hatte, zog er nach der Veranstaltung rund um das schleswig-holsteinische Neustadt eine positive Bilanz: Wir haben das Ziel erreicht und mit dem dritten Platz wichtige Punkte gesammelt. Natürlich hätte ich vor Mathias Kuhnert sein sollen, aber der war diesmal einfach schneller.  Und augenzwinkernd fügt er hinzu, so bleibt der Cup doch richtig spannend bis zum Schluss. 

Vom Start weg übernahm Florian Auer das Kommando und die Führung. Der Bayer kämpfte jedoch nicht nur sekundenweise mit den Konkurrenten im Cup, ihm machte auch eine defekte Servolenkung zu schaffen. In der Pause nach den ersten vier Prüfungen war er sich sicher: Wir werden die Führung verlieren, denn auf den folgenden Prüfungen ist viel mehr und sehr genaue Lenkarbeit gefragt. Das ist ohne Servo-Unterstützung nicht machbar.  Auch Co Markus Peter hatte schon fast resigniert: Jetzt verlieren wir schon wieder einen möglichen Lauf-Sieg durch einen technischen Defekt.  Mit einem Kraftakt im wahrsten und schweißtreibendsten Sinne des Wortes rettete Flo Auer den zweiten Platz knapp hinter Kuhnert ins Ziel.

Mathias Kuhnert hatte schon bei der Besichtigung eine Vorahnung: Die fünfte Prüfung zwischen Roge und Holzkaten gefällt mir richtig gut.  Kein Wunder, es ist mit ihren vielen Kurven und Kuppen anerkanntermaßen die anspruchsvollste Etappe der Veranstaltung im hohen Norden. 12,3 Sekunden war Kuhnert dort beim ersten Durchgang schneller als Auer, das sind Welten in einem Cup, der Differenzen ansonsten in Zehntelsekunden misst. Kuhnert und Co Jens Söbke übernahmen die Führung und verteidigten sie mit weiteren Bestzeiten bis ins Ziel. Der Kampf um den Cup-Sieg ist jetzt wieder total offen. Aber egal was jetzt noch passiert: es war für mich eine riesige Saison,  freute sich der Kuhnert. Zu den Perspektiven für das Finale: Das Gute daran ist, dass Aaron und ich jeder aus eigener Kraft mit einem Sieg beim Finallauf den Titel aus eigener Kraft klarmachen können. Dadurch gibt es keine Taktik, aber das wird alles ganz schön eng ... 

Mit dem vierten Platz in Neustadt verteidigte Sven Schädler seinen dritten Platz in der Cup-Tabelle, wenn auch Flo Auer bis auf einen Punkt heranrückte. Selbst der vorzeitige Gewinn der Rookie-Wertung für den besten Neueinsteiger des Jahres 2004 konnte den Pfälzer nicht fröhlich stimmen. Wir haben ein neues Getriebe montiert und schon in der ersten Prüfung hat die Differentialsperre versagt. Dadurch verloren wir an jeder Ecke Zeit beim heraus-beschleunigen und konnten so nicht in den Kampf um die Spitze eingreifen.  Der Nordhesse Konstantin Keil markierte zwar zwei Bestzeiten, Probleme am Antriebsstrang seines VW Polo warfen ihn jedoch aussichtslos zurück. Auch Matthias Prillwitz, mit seinen 27 Jahren ist der Berliner der 'Oldie' in den Reihen der Junioren, lag zu Beginn zeitweise auf dem zweiten Platz. Durch ein gerissenes Schaltseil steckte auf zwei Prüfungen der fünfte Gang fest, nach der erfolgreichen Reparatur war an einen Spitzenplatz jedoch nicht mehr zu denken. Die 22-jährige Maike Suhr ist die einzige Pilotin in den Reihen der ansonsten männlichen Konkurrenz. Schon auf der ersten Prüfung warf sie der Zeitverlust von gut fünf Minuten durch eine defekte Benzinpumpe am Citroën Saxo aussichtslos zurück.

In der Herbstmeisterschaft, einer Sonderwertung für den punktbesten Piloten der letzten drei Läufe, liegen Burkart und Kuhnert mit jeweils 42 Zählern punktgleich an der Spitze. Mit der Meisterschaftsentscheidung dürfte auch dieser Titel vergeben werden.

Der Final-Lauf zum ADAC Rallye Junior Cup wird vom 22. - 23. Oktober bei der ADAC-3-Städte-Rallye in Kirchham/Bayern ausgetragen.

Resultate: ADAC Neustadt-Rallye (10.- 11. 09.2004)
1. Mathias Kuhnert/Jens Söbke (Lahstedt/Warstein),
Citroën Saxo VTS 50:59,1 Minuten
2. Florian Auer/Markus Peter (Freilassing/Bad Abbach),
VW Polo GTI 51:08,4
3. Aaron Burkart/Doreen Zemanik (Berlin/Rodau),
Peugeot 106 Rallye 51:25,9
4. Sven Schädler/Andreas Schwalié (St. Martin/Dernbach),
VW Polo GTI 51:56,5
5. Matthias Prillwitz/Beatrice Bränzel (Berlin/Spremberg),
VW Polo GTI 53:14,6
6. Konstantin Keil/Nancy-Itala Lobos (Niestetal/Rott a. Inn),
VW Polo GTI 53:43,4
7. Rudi Hachenberg/Kathi Wüstenhagen (Wermelskirchen/Klausdorf),
VW Polo GTI 54:20,8
8. Thomas Hölzlhammer/Jasmin Noll (Mainz/Weilmünster),
Citroën Saxo VTS 54:43,9
9. Matthias Beckwermert/Detlef Ruf (Münster/Massenhausen),
VW Polo GTI 56:19,7
10. Maike Suhr/Michael Schwendy (Eicklingen/Zossen),
Citroën Saxo VTS 1:01:03,3


6. Lauf
Rallye Wartburg (6./7.08.2004):
Aaron Burkart gewinnt erneut
und baut Führung aus

Auch bei der ADAC-Rallye Wartburg waren Aaron Burkart und Co-Pilotin Doreen Zemanik nicht zu schlagen. Nach einem spannenden Sekunden-kampf hatten sie auf der Zielrampe in Eisenach im Peugeot 106 Rallye einen Vorsprung von 11 Sekunden vor dem Nordhessen Konstantin Keil mit Nancy-Itala Lobos im VW Polo GTI. In der Cup-Wertung konnte sich Burkart nach seinem zweiten Sieg in Folge etwas absetzen, vor den beiden letzten Saisonläufen haben allerdings noch fünf Piloten realistische Chancen auf den Cup-Sieg.

Auf den anspruchsvollen Asphalt-Prüfungen rund um Eisenach wurden die Fahrzeiten nur in vollen Sekunden gemessen. Die fehlende Differenzierung nach Zehntel-Sekunden führte dazu, dass auf einigen Prüfungen mehrere ADAC-Junioren zeitgleich an der Spitze lagen. Die Ausgeglichenheit an der Cup-Spitze wird auch dadurch dokumentiert, dass sich sieben verschiedene Piloten in die Bestzeitenliste auf den 13 Wertungsprüfungen eintragen ließen. Mit sechs Einzelerfolgen lag der 21-jährige Student Aaron Burkart aus Berlin knapp vor Konstantin Keil, der fünf Mal an der Spitze notiert wurde.

Vier Mal wechselte die Führung, bis ab WP 6 Burkart an die Spitze ging. Der Kampf um Platz zwei spitzte sich nochmals zu, als vor den beiden letzten Prüfungen mit Keil, Matthias Kuhnert (24, Lahstedt) im Citroën Saxo und Sven Schädler (21, St. Martin) im VW Polo drei Piloten innerhalb von nur drei Sekunden lagen. Mit einer Bestzeit in WP 12 sicherte sich Keil Platz zwei, eine knappe Sekunde vor Kuhnert. Auf der letzten Prüfung wurde dann für Burkart, Keil, Kuhnert und Schädler sekundengenau die gleiche Fahrzeit gestoppt. So blieb es bei dem Ehrenplatz für Keil hinter Burkart und knapp vor Kuhnert und Schädler.

Das größte Lob für die ADAC-Youngster kam aus den eigenen Reihen: Cup-Routinier Matthias Prillwitz, mit 27 Lenzen ist der Berliner der Senior unter den Junioren, erklärte: Ich bin ja jetzt schon einige Jahre dabei und könnte vielleicht noch die eine oder andere Sekunde schneller fahren, aber was die da an der Spitze abliefern ist gigantisch, das verdient meinen vollen Respekt. 

Wir sollten noch eine Klima-Anlage einbauen,  flachste Aaron Burkart kurz vor dem Ziel. Es war für die Piloten eine konditionelle Höchstleistung, bei saunaartigen Temperaturen in den Fahrzeugen, eingepackt in flammenab-weisende Unterwäsche und einen Fahreranzug, während des ganzen Tages Höchstleistungen zu bringen. Auf den Einbau einer Klimaanlage wird aber nicht zuletzt aus Gewichtsgründen natürlich verzichtet. Auf der ersten Schleife hatte ich etwas zu weiche Reifen gewählt, das hat uns doch einige Sekunden gekostet.  Mit einer Serie von Bestzeiten erkämpfte er sich dann die Spitze und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. Es hat riesigen Spaß gemacht und die Cup-Führung weiter auszubauen ist natürlich eine tolle Sache , freute sich Burkart auf der Zielrampe.

Mathias Kuhnert, bester Cup-Neueinsteiger im vergangenen Jahr, beschrieb die Situation so: Wir sind vom Start bis zum Ziel nur am Limit gefahren, immer nur gepuscht und dann um eine Sekunde Platz zwei verloren. Aber wenn Konstantin um diese eine Sekunde schneller war, dann hat er Platz zwei auch verdient.  Keil hatte auch eine Erklärung für seine bislang beste Saison-Leistung parat: Ich habe es erstmals geschafft, die Auftaktprüfung nicht zu verschlafen. Die Bestzeit direkt zum Beginn gab natürlich zusätzliche Motivation. Es war brutal spannend. 

Mit dem undankbaren vierten Platz musste sich Sven Schädler bei der Rallye rund um die Wartburg zufrieden geben. Der Pfälzer verteidigte allerdings seinen dritten Tabellen-Platz und der Titel als bester Neueinsteiger 2004 dürfte ihm jetzt kaum mehr zu nehmen sein. Es ist einfach enorm eng an der Spitze und jeder noch so kleine Fehler wird direkt bestraft. Dann kriegst du sofort richtig einen auf die Mütze.  Mit stumpfen Waffen kämpfte diesmal Flo Auer. Er klagte über nachlassende Motorleistung am VW Polo und war froh, den fünften Platz noch über die Zielrampe retten zu können. Ein Überschlag im Citroën Saxo auf der zweiten Prüfung bedeutete für Thomas Hölzlhammer (23, Mainz) nicht nur das Ende dieser Veranstaltung, er warf ihn auch aus dem Kreis der Titelaspiranten.

Der nächste Lauf zum ADAC Rallye Junior Cup wird vom 10. - 11. September bei der ADAC-Rallye Neustadt in Schleswig-Holstein ausgetragen.

Resultate: ADAC-Rallye Wartburg (06.- 07. 08.2004)

1. Aaron Burkart/Doreen Zemanik (Berlin/Rodau),
Peugeot 106 Rallye 48,02 Minuten
2. Konstantin Keil/Nancy-Itala Lobos (Niestetal/Rott a. Inn),
VW Polo GTI 48,13
3. Mathias Kuhnert/Jens Söbke (Lahstedt/Warstein),
Citroën Saxo VTS 48,14
4. Sven Schädler/Andreas Schwalié (St. Martin/Dernbach),
VW Polo GTI 48,19
5. Florian Auer/Markus Peter (Freilassing/Bad Abbach),
VW Polo GTI 49,16
6. Christian Stockmar/Jan Enderle (Saarbrücken/Edenkoben),
Citroën Saxo VTS 49,22
7. Matthias Prillwitz/Beatrice Bränzel (Berlin/Spremberg),
VW Polo GTI 49,45
8. Seppi Stigler/Walter Pfaffenhuemer (A-Steyr),
VW Polo GTI 49,49
9. Andreas Schrinner/Jens Lembke (Pohl/Dachsenhausen),
VW Polo GTI 52,10
10. Maike Suhr/Kathrin Becker (Eicklingen/Meiningen),
Citroën Saxo VTS 52,21


5. Lauf - Eifel-Rallye (16./17.07.200:

Burkart siegt und übernimmt Führung



Mit dem 21-jährigen Berliner Studenten Aaron Burkart erlebte der ADAC Rallye Junior Cup bei seinem fünften Lauf den vierten Sieger.

Der DMSB-Junior war immer in der Cup-Spitze zu finden, bislang verhinderte die Technik einen Erfolg. Zusammen mit Co-Pilotin Doreen Zemanik fuhr Burkart nun im Peugeot 106 Rallye als erster über die Zielrampe der Eifel-Rallye in Daun. Burkart übernahm auch die Cup-Spitze, die noch dichter zusammen gerückt ist. Bis zum sechsten Platz trennen die Junioren vor den letzten drei Läufen nur 16 Punkte.

"Endlich mal eine Veranstaltung ohne Probleme, es war cool und hat riesigen Spaß gemacht, hier auf diesen anspruchsvollen Prüfungen unterwegs zu sein , strahlte Aaron Burkart auf der Zielrampe in Daun. Der angehenden Wirtschafts-Ingenieur ist nun zwar Tabellen-Leader, doch bei dem extrem ausgeglichenen Starterfeld wechselt derzeit die Besetzung an der Spitze fast nach jedem Lauf. So war Florian Auer (20, Freilassing) als Cup-Leader in die Eifel gereist. Nachdem er von Niels Kunze (25, Berlin), der auf der ersten Prüfung die schnellste Zeit markierte, die Führung erobert hatte, legte ein Getriebedefekt seinen VW Polo lahm. Die Hoffnung auf den ersten Laufsieg nach drei zweiten Plätzen in Folge war dahin.

Im Anschluss führte Kunze, in der Addition der ersten fünf Wertungs-prüfungen lag er allerdings bis auf die Zehntel-Sekunde zeitgleich mit Burkart in Front. Bei Kunze sorgte ein Defekt an der Kupplung dafür, das er bereits beim vierten Lauf die Zielrampe nicht sah. Burkart konnte sich etwas absetzen und verteidigte die Führung bis ins Ziel. Lediglich die rechte Seitenscheibe fiel seinem Vorwärtsdrang zum Opfer: "Ein Pflock am Straßenrand traf meinen Spiegel und der zerschlug dann die Seitenscheibe. 

Den zweiten Platz belegte der 21-jährige Sven Schädler aus dem pfälzischen St. Martin. Er lies nie nach, auf Burkart Druck auszuüben. Nach einem High-Speed-Dreher in der vorletzten Prüfung waren die Positionen jedoch bezogen. Durch sein bislang bestes Saisonresultat schob sich Schädler auf den dritten Platz der Tabelle nach vorn. Er ist derzeit zudem der bestplatzierte Neueinsteiger im Cup. Mit einer Serie von Bestzeiten fuhr sich Saarland-Sieger Christian Stockmar (20, Saarbrücken) im Citroën Saxo VTS noch bis auf den dritten Platz nach vorne. Er komplettierte mit Burkart und Schädler das erfolgreiche Trio der DMSB-Junioren an der Spitze beim Lauf in der Eifel.

Mathias Kuhnert (24, Lahstedt), Sieger der Rookie-Wertung des vergangenen Jahres, ist mit zwei Laufsiegen bislang erfolgreichster Junior. Mit seiner Leistung in der Eifel war er allerdings nicht zufrieden, denn "es lief bei mir einfach nicht rund, zudem hatte ich das Gefühl, dass mein Saxo nicht die volle Leistung bringt.  Sein vierter Platz auf der Zielrampe in Daun reichte jedoch aus, sich in der Tabelle auf Platz zwei zu verbessern. Der bislang zweitplatzierte Thomas Hölzlhammer (23, Mainz) musste wie schon im Saarland nach einem Schaden an der Antriebswelle seines Saxo aufgeben. Auf Platz sechs hält er aber ebenso wie der vor ihm liegende Konstantin Keil (22, Niestetal) Schlagdistanz zur Spitze.

Der nächste Lauf zum ADAC Rallye Junior Cup wird vom 06. - 07. August bei der ADAC-Rallye Wartburg in Eisenach ausgetragen.

Resultate: ADAC Eifel-Rallye (15. - 17.07.2004):

1. Aaron Burkart/Dorenn Zemanik (Belin/Rodau),
Peugeot 106 Rallye, 1:47.16,2 Std.
2. Sven Schädler/Andreas Schwalié (St. Martin/Dernbach);
VW Polo GTi, 1:47.40,9
3. Christian Stockmar/Jan Enderle (Saarbrücken/Edenkoben);
Citroën Saxo VST, 1:17.48,8
4. Mathias Kuhnert/Jens Söbke (Lahstedt/Warstein);
Citroën Saxo VTS, 1:48.18,0
5. Konstatin Keil/Nancy-Itala Lobos ( Niesetal/Rott am Inn);
VW Polo GTi, 1:48.43,0
6. Seppi Stigler/Walter Pfaffenhuemer (A-Steyr)
VW Polot GTi, 1:50.23,8
7. Rudi Hachenberg/Kathi Wüstenhagen (Wermelskirchen/Klausdorf)
VW Polo GTi, 1:52.06,8
8. Andreas Schrinner/Daniel Gemmer (Pohl/Bremberg),
VW Polo GTI, 1:53.25,3
9. Matthias Beckvermert/Ralph Edelmann (Münster/Mühldorf)
VW Polo GTi, 1:56.14,4
10. Christian Pütz/Dana Lazu (Wahlrodt/L-Esch),
Citroën Saxo VTS, 1^:56.30,4


4. Lauf:
KÜS-Saarland-Rallye (18./19.06.2004)
Stockmar siegt
Auer übernimmt Führung


Nach drei Ausfällen in Folge fuhr Christian Stockmar (20, Saarbrücken) nun als Sieger des Cup-Laufes bei der KÜS-Saarland-Rallye über die Zielrampe in Merzig. Zusammen mit Co-Pilot Jan Enderle konnte er im Citroën Saxo VTS alle Angriffe abwehren. Die Top-Drei der Cup-Tabelle vor dem Lauf im Saarland mussten allesamt nach technischen Problemen aufgeben. So reichte dem gleichaltrigen Florian Auer aus Freilassing der zweite Platz, um mit Co Markus Peter im VW Polo GTI die Cup-Führung zu übernehmen.

Die Freude stand ihm nach der Zieldurchfahrt ins Gesicht geschrieben: Christian Stockmar hatte in dieser Saison noch keine Zielrampe gesehen, beim Heimspiel fuhr er nun direkt auf das oberste Treppchen. Zusätzliche Motivation gab sicherlich auch die kurzfristige Berufung in den Kader des DMSB-Deutsches Junior-Rallye-Team."Es ist einfach nur toll. Nachdem wir schon am Freitag die Führung übernommen hatten, habe ich versucht, kontrolliert an der Spitze zu bleiben," so der BWL-Student aus Saarbrücken. Auf der längsten Prüfung der Saison, sie führte 27,1 Kilometer entlang der französischen Grenze, setzte er dann nochmals den Jocker und markierte die schnellste Zeit. Mit den 25 Punkten für den ersten Platz schob er sich dann auch direkt auf den neunten Platz der Cup-Wertung.

Seine härtesten Verfolger kamen ebenfalls aus dem Team der DMSB-Junioren: Florian Auer und Sven Schädler (21, St. Martin) blieben in ihren VW Polo GTI immer in Schlagdistanz. Auer war bis auf wenige Sekunden an Stockmar dran, als ihn nach der spektakulären Wasserdurchfahrt die Technik einbremste. "Der Motor lief anschließend nur noch mit etwa 40 % seiner normalen Leistung. Erst im Ziel der Prüfung war es dann wieder ok. Wir hatten bis dahin aber schon gut 30 Sekunden verloren," so der Bayer. Ein Dreher beendete dann auch die folgende Aufholjagd. Der zweite Platz - es war sein dritter in Folge - reichte aber, um in der Gesamtwertung die Führung zu übernehmen.

Weitaus schlechter lief es für die drei Teams, die vor dem Lauf im Saarland an der Spitze der Tabelle lagen. Dabei gab es auch noch eine Duplizität der Ereignisse: Sowohl Thomas Hölzlhammer (23, Mainz) als auch Mathias Kuhnert (24, Lahstedt) beschädigten am gleichen Schlagloch in der Wertungsprüfung 'Steine an der Grenze' die Antriebswellen ihrer Citroën Saxo derart, dass sie aufgeben mussten. Für Konstantin Keil (22, Niestetal) bedeutete ein defektes Sperrdifferenzial am Getriebe seines VW Polo das vorzeitig Aus.

Für Matthias Prillwitz, mit nun 27 Jahren Senior in der ADAC Junior-Cup-Riege, war der vierte Platz im Polo ein Lichtblick nach einer Saison mit bislang weit weniger Höhen als Tiefen. Um so härter erwischte es seinen Berliner Landsmann Niels Kunze: ein Motorschaden am Saxo bedeutete den dritten Ausfall in dieser Saison.

Nachdem mit Stockmar, Auer und Schädler drei DMSB-Junioren an der Spitze lagen, hätte Aaron Burkart aus dem Trio gerne ein DMSB-Quartett gemacht. Doch Getriebeprobleme und permanente Aussetzer am Motor seines Peugeot 106 Rallye warfen den 21-jährigen aus Berlin auf den fünften Platz zurück.

Der nächste Lauf zum ADAC Rallye Junior Cup wird vom 15. - 17. Juli bei der ADAC Eifel-Rallye in Daun ausgetragen.

Resultate: ADAC KÜS-Saarland-Rallye (17.-19.06.2004)

1. Christian Stockmar/Jan Enderle (Saarbrücken/Edenkoben),
Citroën Saxo VTS 2:16:37,8 Std
2. Florian Auer/Markus Peter (Freilassing/Bad Abbach),
VW Polo GTI 2:17:19,4
3. Sven Schädler/Andreas Schwalié (St. Martin/Dernbach),
VW Polo GTI 2.17:31,5
4. Matthias Prillwitz/Michael Borowski (Berlin/Schöningen),
VW Polo GTI 2:19:18,4
5. Aaron Burkart/Doreen Zemanik (Berlin/Rodau),
Peugeot 106 Rallye 2:21:18,6
6. Matthias Beckwermert/Ralph Edelmann (Münster/Mühldorf),
VW Polo GTI 2:24:08,9
7. Andreas Schrinner/Daniel Gemmer (Pohl/Bremberg),
VW Polo GTI 2:27:42,9
8. Maike Suhr/Sascha Wiedersporn (Eicklingen/Völklingen),
Citroën Saxo VTS 2:32:14,0


3 . Lauf - Rallye Sulinger Land
Zweiter Sieg für Kuhnert Hölzlhammer verteidigt Führung

Auch bei der ADAC-Pegasus-Mobil-Rallye im Sulinger Land fuhr Mathias Kuhnert im Citroën Saxo VTS als Sieger der Cup-Wertung über die Rampe. Bei der Veranstaltung zur 975-Jahr-Feier der Stadt Sulingen schob sich der 24-jährige aus Lahstedt nach seinem zweiten Saisonsieg in der Cup-Wertung bis auf zwei Punkte an seinen Markenkollegen Thomas Hölzlhammer heran. Der Mainzer verteidigte die Führung im ADAC Rallye Junior Cup mit Rang drei hinter DMSB-Junior Florian Auer (20, Freilassing) im VW Polo GTI.

" Es hat einfach alles gepasst," genial einfach begründete ein gut auf-gelegter Mathias Kuhnert sein Erfolgsrezept, das ihn nach dem Ausfall beim Auftaktlauf nach nun zwei Siegen in Folge in die Reichweite der Cup-Spitze brachte. "Ich habe mit meinem Co Jens Söbke eine tolle Stimmung im Auto, mein Umfeld und vor allem die Service-Crew sorgen dafür, dass ich mich ganz locker auf die Fahrerei konzentrieren kann."

Florian Auer startete in Sulingen mit einer Serie von drei Bestzeiten, Motoraussetzer am VW Polo bremsten ihn dann jedoch ein. Nach der erfolgreichen Reparatur reichte es noch zum zweiten Platz. "Am Jahresende wird zusammen gezählt, deshalb lieber die Punkte für Platz drei, denn ein Ausfall kostet gleich richtig viele Punkte," so Cup-Leader Thomas Hölzlhammer. Der Mainzer blieb immer in Schlagdistanz zu Kuhnert, ohne dabei zuviel zu riskieren.

Auf der Abschlussprüfung, einem Zuschauerrundkurs in Sulingen, fielen die Entscheidungen um die Plätze hinter dem Führungstrio. "Alle sagen, das hätte riesigen Spaß gemacht vor diesem tollen Publikum zu fahren, aber nur um Spaß zu haben, dazu hatte ich keine Zeit," erklärte ein grinsender Konstantin Keil im Ziel, "ich hatte es eilig, denn Aaron Burkart und Niels Kunze saßen mir dicht im Nacken." Mit einer Cup-Bestzeit sicherte sich der 22-jährige aus dem hessischen Niestetal im VW Polo den vierten Platz. Im Ziel waren Aaron Burkart (21, Berlin) im Peugeot 106 Rallye und Saxo-Pilot Niels Kunze (25, Berlin) absolut zeitgleich. Die bessere Zeit auf der ersten Prüfung entschied Rang fünf zugunsten von Burkart.

Die 16 anspruchsvollen Prüfungen rund um Sulingen forderten aber auch ihren Tribut. Rudi Hachenberg (19, Wermelskirchen) musste nach einem Unfall aufgeben, behielt aber seine Führung in der Rookie-Wertung. Maike Suhr (20, Ecklingen) rutschte nach einem Bremsproblem am Citroën Saxo in einen Graben. Die Bergung unter Mithilfe der Zuschauer dauerte zu lange und sie wurde wegen Zeitüberschreitung aus der Wertung genommen. Diesmal war es das Getriebe am Saxo, das zum vorzeitigen Ende der Fahrt von Christian Stockmar führte. Der 20-jährige hatte gerade zusammen mit seinem neuen Co-Piloten Jan Enderle, der noch im vergangenen Jahr im Citroën-Werksteam unterwegs war, eine Bestzeit markiert und lag auf Rang vier.

Die Leistungen der ADAC-Youngster waren wieder einmal mehr als beachtlich: Die ersten acht Junior-Cup-Piloten lagen nach rund eineinhalb Stunden Fahrzeit auf der Zielrampe in Sulingen nur 96 Sekunden auseinander. Sie hatten sich zudem allesamt in den Top-20 der 90 Starter platziert. Dabei gehören die Fahrzeuge der Junioren zu den schwächsten im Starterfeld. Und fast alle Cup-Bestzeiten - die sich sieben Piloten teilten - lagen in den Top-Ten der Gesamtwertung.

Der nächste Lauf zum ADAC Rallye Junior Cup wird vom 17.  19. Juni bei der KÜS-Saarland-Rallye in Merzig ausgetragen.

Resultate: ADAC Mobil-Pegasus-Rallye Sulinger Land
(14.-15.05.2004)
1. Mathias Kuhnert/Jens Söbke (Lahstedt/Warstein),
Citroën Saxo VTS 1:29,04
2. Florian Auer/Markus Peter (Freilassing/Bad Abbach),
VW Polo GTI 1:29,21
3. Thomas Hölzlhammer/Jasmin Noll (Mainz/Weilmünster),
Citroën Saxo VTS 1:29,49
4. Konstantin Keil/Nancy-Itala Lobos (Niestetal/Rott a. Inn),
VW Polo GTI 1:29:56
5. Aaron Burkart/Kevin Zemanik (Berlin/Plauen),
Peugeot 106 Rallye 1:30,10
6. Niels Kunze/Michael Schwendy (Berlin/Zossen),
Citroën Saxo VTS 1:30,10
7. Matthias Prillwitz/Michael Borowski (Berlin/Schöningen),
VW Polo GTI 1:30,32
8. Seppi Stigler/Walter Pfaffenhuemer (A-Steyr),
VW Polo GTI 1:30,40
9. Sven Schädler/Andreas Schwalié (St. Martin/Dernbach),
VW Polo GTI 1:31,41
10. Matthias Beckwermert/Ralph Edelmann (Münster/Mühldorf),
VW Polo GTI 1:33,20


1. Sieg für Mathias Kuhnert
Führung für Thomas Hölzlhammer


Platz zwei für Florian Auer

Der zweite Lauf zum ADAC Rallye Junior Cup war gewohnt spannend. In Deutschlands 'driftendem Klassenzimmer' wechselte bei der ADAC-Rallye Vogelsberg mehrfach die Führung, Sieben Piloten mischten erfolgreich bei der Vergabe der Bestnoten auf den 12 Wertungsprüfungen mit. Der 24-jährige Mathias Kuhnert aus Lahstedt sicherte sich im Citroën Saxo VTS den ersten Laufsieg, nachdem er im vergangenen Jahr noch als bester Neueinsteiger geehrt wurde. Seinem 23-jährigen Markenkollegen Thomas Hölzlhammer aus Mainz reichte Platz vier um die Führung in der Gesamtwertung zu übernehmen.

" Einfach toll, ein perfektes Wochenende," strahlte Mathias Kuhnert auf der Zielrampe im hessischen Schlitz. Zusammen mit Co Jens Söbke hatte er eine fehlerfreie Fahrt abgeliefert. "Nach dem Ausfall im Oberland waren wir alle deprimiert, hier begann das Wochenende schon mit einem tollen Shakedown."

Der amtierende Rookie-Champion aus 2003 formulierte seine Eindrücke bei dieser letzten Testfahrt unter Wettbewerbsbedingungen: "das macht einfach nur Spaß." Auf den 12 Wertungsprüfungen (WP) markierte er fünf Mal die schnellste Zeit aller Cup-Teilnehmer. Er führte zu Beginn und eroberte sich dann Platz eins wieder ab der achten WP und gab ihn bis auf die Zielrampe nicht mehr ab. "Optimal! Damit sind wir wieder dabei und unser Ziel, unter die Top-Fünf der Cup-Wertung zu kommen, bleibt erreichbar."

Bestzeiten markierten auch Aaron Burkart (21, Berlin) im neuen Peugeot 106 und Christian Stockmar (20 Elchweiler) im Citroën Saxo. Beide mussten jedoch nach technischen Defekten aufgeben. Die weiteren Bestzeitenjäger kämpften im Sekundenabstand um die mehrfach wechselnden Plätze. "Da gab es fast nach jeder Prüfung eine neue Reihenfolge," so Helmut Entress, der die Youngster im Vogelsberg betreute.

DMSB-Junior Florian 'Flo' Auer (20, Freilassing) belegte letztlich Platz zwei vor dem Nordhessen Konstantin Keil (22, Niestetal). Hinter den beiden Polo-Piloten reichte Thomas Hölzlhammer Rang vier um im Saxo die Tabellenführung zu übernehmen. Sven Schädler (21, St. Martin) markierte zwar zweimal die schnellste Zeit, ein kurzer Ausritt im VW Polo kostete aber den so gewonnenen Vorsprung.

Auftaktsieger Rudi Hachenberg (19, Wermelskirchen) plagten ein Reifen-schaden am Polo und 50 Strafsekunden nach einer zu langen Reparatur im Service-Bereich. Er liegt nun mit einem Punkt Rückstand auf dem zweiten Gesamtrang, die Führung in der Rookie-Wertung konnte er vor Maike Suhr und Sven Schädler verteidigen.

Auch bei ihrer zweiten Rallye war Maike Suhr (20, Ecklingen) im Citroën Saxo souverän  wenn auch mit der Grippe-geschwächten Co-Pilotin Kathi Wüstenhagen unterwegs. Mit dem achten Platz verteidigten die jungen Damen Rang fünf der Jahres-Wertung.

Im Dauerpech befinden sich offensichtlich die Berliner Cup-Junioren, die schon beim Auftaktlauf nicht punkten konnten. Matthias Prillwitz musste diesmal nach einem Motorschaden unmittelbar vor dem Start aufgeben, eine abgescherte Antriebswelle beendete die Fahrt von Niels Kunze im Vogelsberg.

Der nächste Lauf zum ADAC Rallye Junior Cup wird vom 14.  15.Mai bei der ADAC-Rallye Sulinger Land in Sulingen ausgetragen.

Resultate: ADAC-Rallye Vogelsberg (16.-17.04.2004)

1. Mathias Kuhnert/Jens Söbke (Lahstedt/Warstein),
Citroën Saxo VTS 1:31:50,0
2. Florian Auer/Markus Peter (Freilassing/Bad Abbach),
VW Polo GTI 1:32:40,2
3. Konstantin Keil/Nancy-Itala Lobos (Niestetal/Rott a. Inn),
VW Polo GTI 1:32:49,9
4. Thomas Hölzlhammer/Jasmin Noll (Mainz/Weilmünster),
Citroën Saxo VTS 1:33:04,7
5. Sven Schädler/Andreas Schwalié (St. Martin/Dernbach),
VW Polo GTI 1:33:29,2
6. Christian Pütz/H.-J. Grimberg (Wahlrod/Östringen),
Citroën Saxo VTS 1:35:10,9
7. Rudi Hachenberg/Guido Horne (Wermelskirchen/Kastel),
VW Polo GTI 1:35:18,2
8. Maike Suhr/Kathi Wüstenhagen (Eicklingen/Am Mellensee),
Citroën Saxo VTS 1:38:42,2


 Auftaktsieg für Hachenberg

Der 19jährige Rudi Hachenberg aus Wermelskirchen gewann zusammen mit seinem Co-Piloten Guido Horne (Kastel) den ersten Lauf zum ADAC Rallye Junior Cup 2004. Nach einem extrem spannenden Verlauf der ADAC-Rallye Oberland (11.  13.03.2004) verwies er im VW Polo GTI Thomas Hölzlhammer (23, Mainz) im Citroën Saxo VTS und seinen Markenkollegen Aaron Burkart (21, Berlin) auf die Plätze. Hachenberg ist damit der jüngste Pilot, der bislang einen Lauf zur ADAC-Nachwuchs-serie für sich entscheiden konnte.

Fünf Mal wechselte im Verlauf der Veranstaltung rund um Schongau in Oberbayern die Führung, sechs Piloten teilten sich die Bestzeiten auf den insgesamt 17 Wertungsprüfungen. Wie groß die Leistungsdichte innerhalb der Youngster ist wird dadurch unterstrichen, dass nach der zweiten Prüfung die drei führenden Piloten nur ein Lidschlag von 0,4 Sekunden trennte. Während die Asphalt-Prüfungen zumeist trocken waren, fielen die Ent-scheidungen auf den vier Etappen, die zu großen Teilen schnee- und eisbedeckt waren.

Vom Start weg übernahm Sven Schädler (21, St. Martin) im Polo die Führung und wechselte sich bis zur achten Prüfung noch zweimal mit Thomas Hölzlhammer ab. Der erste Durchgang am Wildsteig, die Strecke führt fast bis auf 1.000 Meter Meereshöhe, wurde dann teilweise zu einer