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11. Dezember 2019

 

Kris Meeke sagt der Rallye-WM vorerst Goodbye
Kris Meeke

Die Rallye-Weltmeisterschaft verliert 2020 eine seiner schillernden Figuren, Kris Meeke, der von Toyota die Papiere bekam, hat für die nächste Saison kein neues Cockpit gefunden.

Kris Meeke gab in einem Tweet seinen vorläufigen Abschied selbst bekannt. Am Dienstagabend schrieb der Nordire: «Ciao WRC für den Moment. Vielen Dank, Toyota. Es ist Zeit, andere Leidenschaften zu entdecken. Mal sehen, was 2020 für mich bereithält.»

Meeke musste in seiner abwechslungsreichen Karriere schon einiges einstecken. 2018 wurde er nach seinem schweren Unfall in Portugal im C3 WRC von Citroën gefeuert. 2019 nahm ihn Tommi Mäkinen im Toyota Team auf. Nun musste er dort im Zuge einer Neuorientierung mit Sébastien Ogier, Elfyn Evans und Kalle Rovanperä das Yaris-Cockpit räumen. Er beendete die Saison mit 98 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz, 17 Bestzeiten holte er 2019, eigentlich keine so schlechte Bilanz.

Meeke aus dem nordirischen  Dungannon arbeitete zu Beginn der 2000er Jahre als Designer in der Konstruktionsabteilung bei M-Sport, und startete in der britischen Meisterschaft. Danach stieg er in die Junior-Rallye-Weltmeisterschaft zuerst mit einem Opel Corsa, dann mit einem Citroën C2 S1600 ein und erzielte zwei Siege 2005 in Monte Carlo und 2006 in Deutschland. Dann verabschiedete er sich vorerst.

2009 startete er in der damaligen Intercontinental Rally Challenge. Im Peugeot 207 S2000 des belgischen Kronos-Teams gewann er mit vier Siegen die Meisterschaft. 2011 wurde er neben Dani Sordo in das Mini-Team berufen. Mit dem eher anfälligen Mini John Cooper Works WRC gab es allerdings nur ein Kurzprogramm mit sechs Rallyes.

2012 pausierte Meeke und durfte 2013 für Citroën im DS3 WRC zwei Rallyes in Finnland und Australien bestreiten. 2014 wurde vom Zwei-Zacken-Team unter Vertrag genommen. In Argentinien 2015 feierte er in der kompletten Saison seinen ersten WM-Sieg. In 2016 siegte er in seinem Kurzprogramm wegen einer Entwicklungsarbeit für den Citroën C3 WRC im DS3 WRC in Portugal und in Finnland. Im C3 WRC holte er 2017 in Mexiko seinen vierten und in Spanien seinen letzten und fünften Sieg. 2018 wurde er nach seinem schlimmen Crash in Portugal und wegen vieler Fahrfehler von Citroën gefeuert.

Nachdem Esapekka Lappi von Toyota zu Citroën wechselte, nahm ihn Tommi Mäkinen 2019 für einen seiner drei Toyota Yaris WRC unter Vertrag. Doch auch dort erhöhte er sein Fahrfehlerkonto.

Kris Meeke, inzwischen 40 Jahre alt, hat bei seinen 104 Starts in der Rallye-Weltmeisterschaft fünf Siege und 13 Podestplätze eingefahre

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