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08. Dezember 2019

 

Sébastien Ogier: «Ich kämpfe um den Titel»
Sébastien Ogier

Sébastien Ogier fährt in der Rallye-Weltmeisterschaft 2020 für Toyota und möchte mit seinem neuen Team seinen siebten Titel holen, im Interview spricht er auch über seine Teamkollegen.

Sébastien Ogier wird beim traditionellen Saisonstart der Rallye-Weltmeisterschaft in Monte Carlo (22. bis 26. Januar 2020) erstmals seit 2014 nicht als Titelverteidiger, sondern als Titeljäger in seinem neuen Auto, dem Toyota Yaris WRC, antreten. In seiner letzten angepeilten Saison möchte er sich mit seiner siebten WM-Krone verabschieden.

Sie haben davon gesprochen, sich Ende 2020 von der Rallye zurückziehen zu wollen. Könnte Sie aber die Vereinbarung mit dem neuen Team länger in der Rallye-WM halten?

Sébastien Ogier (SO): «Natürlich wäre es toll, einen letzten Titel mit einer dritten Marke zu holen, aber das ist nicht das, woran ich zu Beginn der Saison denke. Was ist vorhabe, ist, weil ich mich als Kämpfer und Gewinner einstufe, dass ich auch mit einem Sieg beginnen möchte. Ich denke auch nicht daran, dass dies meine letzte Chance ist. Ich hatte bereits eine großartige Karriere und alles, was ich der hinzufügen kann, wäre großartig.»

Noch ein neues Auto für eine neue Saison ...?

SO: «Wir kennen das aus den letzten Jahren. Ich konnte mich ziemlich schnell an die neue Umgebung anpassen und hoffe, dass ich es dieses Mal wieder tun kann.»

Wie schwierig ist es, eine komplizierte Veranstaltung wie die Rallye Monte-Carlo in einem neuen Auto und einem neuen Team zu starten?

SO: «Mit Monte-Carlo anzufangen, scheint eine schwierigere Heraus-forderung zu sein, aber am Ende des Tages ist die Charakteristik dieses Ereignisses so speziell, so schwierig und so verschieden von den anderen, dass es das Wichtigste ist, ein Auto zu haben, in dem man sich wohl fühlt. Wenn man das Auto nicht kennt, ist es schwieriger, wenn man die Grenze des Autos kaum kennt. Es ist auch eine Veranstaltung, bei der man nicht 100 Prozent der Leistung des Autos abrufen muss. Es geht mehr darum, klug mit den Reifen umzugehen und die Bedingungen zu managen. Irgendwie ist es vielleicht besser, mit einem neuen Team und einem neuen Auto bei dieser Art von Veranstaltung zu beginnen. Geht man an einen Ort, an dem am um die letzte Sekunde und die letzte Zehntelsekunde kämpfen muss, irgendwo wie in Finnland, dann wäre es vielleicht noch schwieriger, dies zu tun als die erste Veranstaltung im neuen Auto.»

Schön, dass Elfyn Evans wieder Ihr Teamkollege ist?

SO: «Ehrlich gesagt, es ist gut und ich war froh zu hören, dass das Team beschlossen hat, ihn aufzunehmen, er hat es nach vielen Jahren im Sport verdient. Es ist schön, ihn zu haben, aber wir müssen jetzt beide viel lernen. Die ersten Gespräche mit dem Team waren gut und die Ingenieure sind auch daran interessiert, unser erstes Feedback zum Auto zu bekommen. Wenn man eine Weile mit denselben Fahrern arbeitet, kann es schwierig sein, eine neue Richtung oder neue Wege zu finden. Die ersten Rückmeldungen, die ich von den Ingenieuren bekomme, lassen darauf schließen, dass alle mit dem Auto sehr zufrieden sind - aber sie bemühen sich, neue Verbesserungsmöglichkeiten zu finden. Vielleicht helfen ein paar neue Fahrer dem Team, noch weiter voranzukommen.»

Kalle Rovanperä ist ein weiterer neuer Teamkollege, wie viel kann ein 19-jähriger Rookie Ihnen dabei helfen, das Ziel, die Weltmeisterschaft zurück zu gewinnen, zu erreichen?

SO: «Natürlich müssen wir es Kalle überlassen. Das Beste für ihn ist, ihm Zeit zum Lernen zu geben. Ich habe nie vor, in die Saison zu starten und zu denken: ‚Wie kann mein Teamkollege mir helfen?’ Mein Ziel ist es immer, mich auf mich selbst zu konzentrieren und die Arbeit selbst zu erledigen, das ist das Wichtigste. Und im Übrigen habe ich zu Beginn der Saison noch nie darum gebeten, einen besonderen Status im Team zu haben. Abhängig davon, was in der Saison passieren kann, kann es in der zweiten Hälfte zu einer Strategie kommen, aber in der ersten Hälfte müssen wir uns auf uns selbst konzentrieren und das Beste für das Team bringen.»

Apropos Team, Sie werden nächste Saison mit Tommi Mäkinen zusammenarbeiten ...?

SO: «Ehrlich gesagt, freue ich mich darauf, mit dem Team zusammenzuarbeiten, aber ja, Tommi war seit Ende der 90er Jahre mein Held aus der Kindheit. Das ist meine erste wirkliche Erinnerung an Rallyes und die Monte-Carlo-Rallye. Ich meine ... dieses rote Auto, das diesen Event mit Tommi am Steuer dominiert und mit dem wir heute zusammenarbeiten, ist aufregend! Es ist auch etwas Besonderes, mit solch einer Kultmarke wie Toyota zu arbeiten. Sie haben eine lange Geschichte im Rallyesport und ich habe großen Respekt vor der japanischen Mentalität und der Art, wie sie sind. Sie sind sehr respektvoll gegenüber Menschen und ich bin daran interessiert, mehr über die japanische Kultur zu erfahren.

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