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11. Jaunar 2018

 

Loeb gibt auf, Peterhansel donimiert

Sébastien Loeb und Daniel Elena

Höhen und Tiefen erlebte das Team Peugeot Total am fünften Tag der Rallye Dakar: Peugeot feiert den dritten Tagessieg in Folge, Stéphane Peterhansel baut seine Führung aus, aber Sébastien Loeb muss aufgeben.

Auf der längsten Etappe der Rallye feierte die Mannschaft den dritten Tagessieg in Folge und belegt mit dem Peugeot 3008 DKR Maxi die ersten beiden Plätze im Gesamtklassement. Doch die neunmaligen Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb/Daniel Elena mussten aus medizinischen Gründen aufgeben, nachdem sich Beifahrer Daniel Elena bei einem Aufprall eine Verletzung zugezogen hatte.

Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret bauten ihren Vorsprung an der Spitze des Feldes mit ihrem ersten Tagessieg des Jahres weiter aus. Die Belohnung für die starke Leistung ist ein 31-Minuten-Zeitpolster in der Gesamtwertung.

Sébastien Loeb/Daniel Elena mussten an zweiter Stelle liegend aufgeben. Fünf Kilometer nach dem Start am Morgen wollten sie einen anderen Teilnehmer umfahren, der sich festgefahren hatte, dabei fiel ihr Peugeot 3008 DKR Maxi im Staub in ein großes Loch. Nach dem harten Aufprall klagte Daniel Elena über starke Schmerzen in Brustbein und Steißbein. Dank der Hilfe eines Lastwagens konnte das Team die Prüfung zwar fortsetzen und abschließen, aber da Elena nicht aufrecht sitzen konnte, blieb ihnen nichts anderes übrig, als sich nach der ersten Schleife aus medizinischen Gründen zurückzuziehen. Loeb und Elena fuhren über die Serviceroute zum Biwak nach Arequipa, wo sie bereits vom medizinischen Team erwartet wurden.

Carlos Sainz/Lucas Cruz kamen gut durch die Dünen und zeigten ein starkes Tempo, ohne Risiken einzugehen. Mit dem vierten Platz in der Tageswertung rückten die beiden Spanier im Gesamtklassement auf Rang zwei hinter ihren Teamkollegen Peterhansel/Cottret vor.

Nachdem Cyril Despres/David Castera am Vortag einige Stunden durch eine Kollision mit einem Stein verloren hatten und in der Nacht nur anderthalb Stunden schlafen konnten, starteten sie um 4:40 Uhr am Morgen dank der großartigen Arbeit der Peugeot-Techniker mit einem reparierten Auto in die Etappe. Das müde Fahrerduo machte am Ende der Prüfung einige Fehler, erfüllte aber seine Aufgabe und brachte den Peugeot 3008 DKR Maxi ins Etappenziel, um die Teamkollegen zu unterstützen.

Bruno Famin, Direktor Peugeot Sport, Teammanager Peugeot Total: «Die Dakar 2018 ist kompliziert und es passiert jeden Tag sehr viel. Wir wissen wirklich nicht, wie diese Rallye enden wird. Auch wenn wir nach der fünften Etappe einen großen Vorsprung in der Gesamtwertung haben, können wir nach dem, was wir bis jetzt gesehen haben, nicht sicher sein. Wir wussten, dass diese Etappe die letzte, aber auch die komplizierteste Prüfung in der Sandwüste sein würde und für die meisten Teilnehmer war sie furchterregend. Sébastien und Daniel hatten wirklich Pech. Nur weil sie versucht haben, ein gutes Tempo beizubehalten, fielen sie in das Sandloch, das sie nicht sehen konnten. Noch schlimmer ist für sie, dass ihr Peugeot 3008 DKR Maxi noch intakt war, aber Daniel Elena nicht weiterfahren konnte.»

Stéphane Peterhansel, Peugeot 3008 DKR Maxi, Nr. 300, 1. Etappe 5/1. Gesamt: «Ich habe heute sicherlich keinen schlechten Job gemacht, aber es war trotzdem keine perfekte Prüfung. Wir verloren Reifendruck und der Reifen löste sich von der Felge, sodass wir anhalten mussten und einige Minuten verloren haben. Uns unterlief außerdem zum Ende der Prüfung ein Navigationsfehler. Wir konnten einen Wegpunkt nicht finden und verloren zwei Minuten. Deshalb war die Etappe nicht perfekt, aber verglichen mit den anderen Teilnehmern war sie nicht so schlecht. Ich bin wirklich enttäuscht für meinen Freund Cyril und für Sébastien und Daniel. Aber dies ist Motorsport, dies ist die Dakar!»

Carlos Sainz, Peugeot 3008 DKR Maxi, Nr. 303, 2. Etappe 5/2. Gesamt: «Dies war eine sehr komplizierte Prüfung und wir hätten weitaus mehr verlieren können. Wir sind nicht zu 100 Prozent mit dem Tag zufrieden, aber wir haben ihn auf einer zufriedenstellenden Position beendet und sind gut in der Gesamtwertung platziert. Wir wollen genauso weitermachen und La Paz ohne Dramen erreichen.»

Cyril Despres, Peugeot 3008 DKR Maxi Nr. 308, 9. Etappe 5/50. Gesamt: «Wir sind sehr glücklich, dass wir noch immer in der Rallye sind. Das ist das einzige Positive, das uns in den vergangenen 48 Stunden passiert ist. Am Dienstag steckten wir dort draußen für zehn Stunden fest, in Wind, Dunkelheit und mit viel Stress. Das hat uns ausgelaugt. Danach dreieinhalb Stunden ohne Servolenkung weiterzufahren, machte uns noch müder. Hinzu kam der fehlende Schlaf. Die Prüfung am Mittwoch startete gut. Wir hielten an, als wir Sébastien fanden, doch es gab nichts, womit wir hätten helfen können. Durch den Schlafmangel und die Müdigkeit machten wir außerdem einige Fehler. Das Wichtigste für uns war, ins Etappenziel zu kommen und das Auto nicht zu beschädigen. Trotz allem liegen wir auf dem neunten Platz in der Tageswertung. Und die vergangenen zwei Tage haben uns viel Erfahrung für die Zukunft gegeben.»

Sébastien Loeb, Peugeot 3008 DKR Maxi Nr. 306, Ausfall auf Etappe 5: «Der Start war sehr kompliziert, der Sand war sehr weich. Unser Auto wollte nicht die Dünen hochfahren, und wir steckten gleich für 29 Minuten fest. Dann konnten wir weiterfahren und folgten den Spuren der anderen Teams, das hat sehr geholfen. Wir kamen an eine Stelle, wo ein anderes Auto auf einem Dünenkamm feststeckte. Um nicht auf der Steigung anzuhalten, wollte ich rechts an ihm vorbeifahren. Aber direkt nach dem Kamm war ein Loch, das wir nicht gesehen haben. Wir haben es hart getroffen und konnten dann nicht weitermachen und mussten auf den Truck zu warten, der uns herausziehen würde. Daniel hatte durch den Aufprall starke Schmerzen. Wir beendeten die Prüfung sehr langsam, um die Schmerzen nicht zu verschlimmern. Doch durch Daniels Verletzung hatten wir keine andere Wahl als aufzugeben.»

Daniel Elena, Peugeot 3008 DKR Maxi Nr. 306, Ausfall auf Etappe 5: «Wir fielen in eine weiche Sandmulde, die wir nicht gesehen hatten. Es war ein harter Aufprall. Ich fühlte sofort einen schneidenden Schmerz in Brustbein und Steißbein, der nicht nachließ. Ich hatte so viel Schmerzen, dass wir die Prüfung in Zeitlupe beenden mussten. Ich musste mich aus dem Sitz strecken, um den Schmerz beim Sitzen zu vermeiden. Normalerweise gebe ich nicht auf. Aber ich merkte, dass ich auf einem Terrain mit so vielen Kompressionen nicht weiterfahren kann.»

   
 
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